Vom Ende der Glasflasche

Die Glasflasche verschwindet dank Verbot aus Chemnitz

Mit der neuesten Entscheidung der Stadt soll nun endlich Ordnung einkehren! Laut Pressemeldungen werden ab dem 22. Mai Glasflaschen in der Innenstadt untersagt. Ziel ist es, dass sich die Müllberge im Zentrum in Wohlgefallen auflösen und die Bevölkerung endlich auf die umweltverträgliche Plastikflasche umsteigt.

Wer in der Glasflasche sitzt

Damit nun keine Glasflaschen in die Innenstadt mehr gelangen können, werden ab sofort Einlasskontrollen durchgeführt. Ähnlich wie bei einem Konzert wird es entsprechende Schleusen mit stichprobenartiger Taschenkontrolle geben. Es ist daher mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Die Stadt bittet bereits jetzt dafür um Entschuldigung.

Die neue Verordnung trifft allerdings auch diejenigen, die die Innenstadt verlassen wollen und vorher einkaufen waren. Schließlich bleibt der Verkauf von Glasflaschen weiterhin legal, nur der Transport zur Innenstadtaußengrenze wird zum Delikt. Daher müssen nun sämtliche in der Innenstadt gekaufte Glasflaschen an der Kasse in Luftpolsterfolie verpackt, versiegelt und mit einer amtlichen Beglaubigung versehen werden. Über die Kosten herrscht im Rathaus noch Stillschweigen. Es ist jedoch zu vermuten, dass die Kosten (aktuell 5€ für Dokumente, jedoch aus Papier) an die Konsumenten weitergegeben werden. Am Ausgang der Innenstadt sollen dann entsprechend große Plastikmüllcontainer aufgestellt werden. Denn es wird damit gerechnet, dass der Großteil der Kunden nach Verlassen der Innenstadt die Verpackung abrupt abreißen, um endlich an ihre Flaschen ran zukommen.

Chemnitz vertreibt die Glasflasche

Ein weiteres Problem der neuen Verordnung liegt auf der Hand. Denn Personen, die sich in einer Innenstadtkneipe gepflegt einen antrinken und dann den Fuß vor die Kneipentür und damit auf öffentlichen Boden setzen, verhalten sich umgehend gesetzeswidrig. Also muss nun für einen sicheren Abtransport von Tür zu Innenstadtausgang gesorgt werden. Das bringt die Taxifahrer auf den Plan und könnte zu ihrer großen Chance werden! Ob nun jedoch genügend Parkplätze vor jeder Kneipe vorhanden sind, ist offen.

Es bleibt abzuwarten, wie und ob sich die Chemnitzer mit der neuen Verordnung anfreunden werden. Eins ist jedoch klar: Glasflaschen werden vorerst zum corpus hyalus delicti. Harte Zeiten für Limo, Bier und Co.

Falk Sieghard

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