Was Vegetarier nicht bedenken

Die wachsende Zahl der Vegetarier macht sich bemerkbarDie Zahl der Vegetarier steigt Jahr für Jahr. Handelte es sich vor nicht allzu langer Zeit noch um eine Randgruppe, stellen sie heute die Mehrheit. Wurden sie in unseren Breitengraden früher als “käbsch” verspottet, eifern heute viele den einstigen Aussätzigen nach. Es scheint modern zu sein, sich pflanzlich zu ernähren. Und wenn es um Moderne geht, ist Karl-Marx-Stadt immer ganz vorn mit dabei. Wo man sich auch umsieht, es gibt fleischlose Kost. Kaum ein Bäcker der noch Mettbrötchen feil bietet. Die Panade der Schnitzel umschließt vieler Orts bereits geschmackloses Tofu. Und auf dem Grill landen nur noch Zucchini.

Dieser kollektive Fleischverzicht geht allerdings nicht spurlos an der Stadt vorbei. Woran die Vegetarier nicht gedacht haben, sind die Auswirkungen ihres partiellen Hungerstreiks: Wenn weniger Fleisch gegessen wird, wird weniger Fleisch verbraucht. Folglich muss auch weniger Fleisch produziert werden. Eine der ersten Branchen, die das zu spüren bekommt, ist die Fleischverarbeitungsspezialmaschinenproduktion. In den Großfleischereien stehen die Bänder immer häufiger still und die Maschinen zur Fleischverarbeitung sind nur noch totes Kapital. Niemand braucht mehr neu Spezialmaschinen und der Gebrauchtmaschinenmarkt wird von Billigangeboten überschwemmt. Ein ganzer Industriezweig steht am Abgrund und wird bald von der Bildfläche verschwunden sein.

Die entlassenen Fleischverarbeitungsspezialmaschinenproduktionsfacharbeiter der Stadt sitzen nun zu Hauf auf der Straße. Ihre einzige Rettung scheint eine Umschulung auf Soja. In diesem Bereich herrscht immerhin Fachkräftemangel. Die Fleischverarbeitungsspezialmaschinenfabriken sind allerdings nur der Anfang. Bald werden auch die Fleischereien dieses Schicksal erfahren und zu guter letzte die Tiere selbst. Gelangweilt stehen sie sich auf ihren Feldern die Hufe platt und warten auf den Schlachter. Doch es wird niemand kommen. Was dann mit den orientierungslosen Kühen, deren Zahl zudem unaufhörlich steigen wird, passieren soll, weiß heute noch keiner. Darüber sollten sich diese Vegetarier mal Gedanken machen!

Falk Sieghard

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